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Die üblichen Verdächtigen
1995
Nach einem Massaker am Hafen erzählt der Krüppel Roger „Verbal“ Kint seine Geschichte: Einige Wochen zuvor suchte die Polizei für eine Gegenüberstellung wegen eines gestohlenen Lastwagens fünf Kriminelle zusammen, neben Kint noch den Ex-Cop Keaton, den Sprengstoffspezialisten Hockney, sowie die Profi-Räuber McManus und Fenster. Aus Rache tun sich die Männer zusammen und drehen ein kleines Ding. Keiner ahnt, daß sie damit dem großen Unbekannten im Hintergrund auf die Füße treten, der Verbrecherlegende Keyser Söze, von dem niemand weiß, ob es ihn überhaupt gibt. Doch Söze zieht schon längst die Fäden im Hintergrund zu einem Netz, aus dem scheinbar niemand entkommen kann. Und so werden die fünf üblichen Verdächtigen zu Erfüllungsgehilfen in einem Spiel, das niemand durchschauen kann.

Christopher McQuarrie
Drehbuchautor · Regie · Bekannt für Die üblichen Verdächtigen, Edge of Tomorrow, Mission: Impossible - Dead Reckoning Teil Eins
Christopher McQuarrie ist ein US-amerikanischer Filmemacher. Für den Neo-Noir-Mysteryfilm „Die üblichen Verdächtigen“ (1995) von Bryan Singer erhielt er den BAFTA Award, den Independent Spirit Award und den Oscar für das beste Originaldrehbuch. Sein Regiedebüt gab er mit dem Krimi-Thriller „The Way of the Gun“ (2000). McQuarrie arbeitet häufig mit Tom Cruise zusammen und hat den Actionfilm Jack Reacher (2012) sowie vier Teile der Mission: Impossible-Filmreihe geschrieben und Regie geführt: Rogue Nation (2015), Fallout (2018), Dead Reckoning (2023) und The Final Reckoning (2025).

Kevin Spacey
Besetzung · Bekannt für L.A. Confidential, A Bug's Life, Baby Driver
Kevin Spacey ist ein amerikanischer Film- und Theaterschauspieler, der in den neunziger Jahren mit Filmen wie Die üblichen Verdächtigen (1995) und American Beauty (1999) bekannt wurde, für die er zwei Oscars gewann. Heute liegt sein Schwerpunkt noch bis 2015 als Intendant des Old Vic in London beim Theater. Leben und Werk ‘Das war großartig, Junge. Du solltest nach New York gehen und das studieren.’ Kevin Spacey (* 26. Juli 1959 in New Jersey) erhielt dieses Lob als 13-Jähriger bei einem Schauspielseminar von Jack Lemmon. Zwei Jahre später bei einer High School-Aufführung von Arthur Millers All My Sons, als er bemerkte tatsächlich einen Effekt auf das Publikum zu haben, wusste er, er wollte nicht nur Schauspieler werden, sondern er war nun einer. Zusammenarbeit mit Jack Lemmon Jack Lemmon wurde in den folgenden Jahren sein wichtigster Mentor. Beide standen mehrmals gemeinsam auf der Bühne (u.a. in Eugene O’Neills Long Day’s Journey Into Night als Vater und Sohn) und teilen sich sogar zwei Einträge in ihren Filmografien: Dad (1989) sowie Glengarry Glen Ross (1992), die Verfilmung des preisgekrönten Stücks von David Mamet, das vom beeindruckenden Cast (Al Pacino, Alec Baldwin, Ed Harris, Alan Arkin, Jonathan Pryce) liebevoll ‘Death of a Fuckin’ Salesman’ betitelt wurde. Mit diesem Film konnte Spacey erst richtig beim Film Fuß fassen, der ihm bisher nur undankbare, winzige Nebenrollen eingebracht hatte, obwohl er 1991 bereits einen Tony Award für Neil Simons Broadway-Hit ‘Lost in Yonkers’ gewann und in der TV-Serie Kampf gegen die Mafia (1987-1990) als durchgeknallter Mafiaboss und Waffenhändler Mel Profitt erste Fans gesammelt hatte. Die 1990er: der erste Oscar Die Neunziger sahen den einzigartigen Solo-Aufstieg des Ensemble-Künstlers Kevin Spacey. Sein persönliches Annus mirabilis war das Jahr 1995, in dem kurz nacheinander The Hollywood Factor, Outbreak – Lautlose Killer und vor allem Sieben und Die üblichen Verdächtigen in die Kinos kamen. Das Kinopublikum begann seinen Namen und sein Gesicht zu verbinden und obendrein bescherte ihm seine Rolle als Roger ‘Verbal’ Kint den ersten Academy Award. Spacey hatte von nun an das Image des Jokers auf jeder Besetzungsliste, vom manipulativen Maniac über den Serienkiller hin zum Gesellschaftslöwen. Der ganz große Durchbruch beim Massenpublikum kam mit American Beauty. Sam Mendes suchte für seinen Erstling ‘einen durchschnittlichen wie auch ganz besonderen Menschen’ und fand ihn: ‘Kevin has a kind of phlegmatic, vulnerable, foolish quality, as well as an ability to turn every mundane moment into an extraordinary moment of focus. He has a laser beam behind his eyes. With just a twitch of the head he zaps and makes the hairs stand up on the back of your neck.’ Als Jack Vincennes im Meisterwerk L.A. Confidential zeigte er uns die von Mendes beschriebenen Laserstrahlen in seinen Augen. In seinem überraschenden Abgang sieht man in einer bewundernswert langen Szene wie das Leben aus seinen Augen weicht, dabei stirbt er mit einem Lächeln auf den Lippen und zeigt uns, dass er das mysteriöseste Lächeln seit der Garbo besitzt. Eine ähnliche Szene findet sich auch in ‘American Beauty’.

Giancarlo Esposito
Besetzung · Bekannt für Your Mother Your Mother Your Mother, Better Call Saul, The Mandalorian
Giancarlo Giuseppe Alessandro Esposito (* 26. April 1958 in Kopenhagen, Dänemark) ist ein US-amerikanischer Schauspieler. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er in der Rolle des Gustavo Fring in den Fernsehserien Breaking Bad (2008–2013) und Better Call Saul (2015–2022), sowie als Star-Wars-Schurke Moff Gideon in The Mandalorian (seit 2019) bekannt. Esposito wurde in Dänemark als Sohn eines italienischen Vaters (aus Neapel stammend) und einer afroamerikanischen Mutter (aus Alabama stammend) geboren. Sein Vater war als Tischler und Bühnenbildner tätig, während seine Mutter als Sängerin aktiv war. Zuerst lebte er mit seinen Eltern in Europa, bis die Familie nach New York zog. Esposito spielte ab Ende der 1970er Jahre kleinere Rollen in Filmen und Fernsehserien, seine erste größere Rolle hatte er neben Laurence Fishburne in dem Film School Daze aus dem Jahr 1988. Im Film Die üblichen Verdächtigen (1995) spielte er neben Kevin Spacey, Gabriel Byrne, Benicio del Toro und Stephen Baldwin. In den Jahren 1998 bis 1999 war er in der Fernsehserie Homicide zu sehen, für die er 1999 für einen Image Award nominiert war. In dem Film Big City Blues (1999) hatte er eine größere Rolle neben Burt Reynolds, in dem Fantasy-Film Monkeybone (2001) spielte er neben Brendan Fraser und Bridget Fonda, in dem Thriller Blind Horizon – Der Feind in mir (2003) neben Val Kilmer, in dem Drama SherryBaby (2006) neben Maggie Gyllenhaal. Von 2009 bis 2011 spielte Esposito den kriminellen Geschäftsmann und Drogenboss Gustavo „Gus“ Fring in der AMC-Fernsehserie Breaking Bad. Für die Rolle war er 2012 für den Emmy als bester Nebendarsteller nominiert. Diese Rolle verkörpert er auch seit der dritten Staffel des Spin-offs Better Call Saul. Für seine darstellerische Leistung wurde er 2019 für einen weiteren Emmy in der Kategorie Bester Nebendarsteller – Dramaserie nominiert. Von Herbst 2012 bis Mai 2014 war Esposito als Captain Neville in der Mysteryserie Revolution zu sehen. In dem 2013 veröffentlichten Videospiel Payday 2 tritt Esposito mehrmals als „Der Zahnarzt“ in Erscheinung und vergibt mehrere Aufträge an den Spieler. 2008 gab Esposito mit Gospel Hill sein Regiedebüt. 2017 folgte mit The Show sein zweiter Film, 2022 führte er für die Folge Axt im Walde der Serie Better Call Saul Regie. Er spielt im Videospiel Far Cry 6 den Haupt-Antagonisten Anton Castillo. Seit 2019 ist er in der Star-Wars-Serie The Mandalorian als Moff Gideon zu sehen. Insgesamt umfasst sein Schaffen mehr als 190 Film- und Fernsehproduktionen. Esposito ist Mitglied des Atlantic Theater Ensemble. Er wurde zweimal mit dem Obie Award ausgezeichnet – für die Rollen in den Theaterstücken Distant Fires und Zooman and the Sign. Von 1995 bis 2015 war er mit Joy McManigal verheiratet, mit der er vier Töchter hat.

Kevin Pollak
Besetzung · Bekannt für Die üblichen Verdächtigen, War Dogs, Tulsa King
Kevin Elliot Pollak (* 30. Oktober 1957) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Imitator, Moderator und Komiker. Er begann im Alter von 10 Jahren mit Stand-up-Comedy und tourte ab seinem 20. Lebensjahr professionell. Er wirkte in über 90 Filmen mit, darunter „Willow“ (1988), „Eine Frage der Ehre“ (1992), „Grumpy Old Men“ (1993), „Die üblichen Verdächtigen“ (1995), „Casino“ (1995) und „Keine halben Sachen“ (2000). Im Fernsehen hatte er wiederkehrende oder Hauptrollen in Serien wie „Mom“ (2014–2020), „Better Things“ (2017–2022) und „The Marvelous Mrs. Maisel“ (2017–2023).

Pete Postlethwaite
Besetzung · Bekannt für Die üblichen Verdächtigen, Inception, Alien³
Peter William „Pete“ Postlethwaite, OBE (* 7. Februar 1946 in Warrington, Cheshire[1]; † 2. Januar 2011 in Shrewsbury, Shropshire) war ein britischer Schauspieler. Postlethwaite war zunächst Lehrer an einer Klosterschule. Später sammelte er jahrzehntelange Bühnenerfahrung: Er trat mit den Theaterensembles Manchester Royal Exchange, Liverpool Everyman und später mit der Royal Shakespeare Company auf. Seit Mitte der 1970er Jahre übernahm er zunächst meist kleinere Film- und Fernsehrollen, der erste größere Erfolg stellte sich 1988 mit Entfernte Stimmen – Stilleben ein. In diesem autobiografischen, preisgekrönten Drama des Regisseurs Terence Davies verkörperte Postlethwaite den prügelnden Vater einer englischen Arbeiterfamilie. Weithin bekannt wurde er im Jahr 1993 durch seinen Auftritt in dem Film Im Namen des Vaters. Es folgten größere und kleinere Nebenrollen in Hollywood-Produktionen wie Dragonheart, Vergessene Welt: Jurassic Park, Die üblichen Verdächtigen, Æon Flux und der Shakespeare-Adaption Romeo + Julia, in der er die Rolle des Paters Lorenzo (Friar Laurence) übernahm, sowie in dem 2010 erschienenen Film Inception. Steven Spielberg, der mit Postlethwaite bei zwei seiner Filme zusammenarbeitete, bezeichnete ihn als „wahrscheinlich besten Schauspieler der Welt“.

Stephen Baldwin
Besetzung · Bekannt für Die üblichen Verdächtigen
Stephen Baldwin (* 12. Mai 1966) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur, Produzent und Autor. Bekannt wurde er als jüngster der Baldwin-Brüder und durch seine Rollen als William F. Cody in der Westernserie „The Young Riders“ (1989–1992) sowie als Stuart im Film „Threesome“ (1994). Zu seinen weiteren bekannten Filmen zählen „Posse“ (1993), „8 Seconds“ (1994), „Die üblichen Verdächtigen“ (1995), „Fall Time“ (1995), „Bio-Dome“ (1996), „Fled“ (1996), „One Tough Cop“ (1998), „Die Flintstones in Viva Rock Vegas“ (2000), „The Harpy“ (2007) und „The Flyboys“ (2008). Er ist außerdem für sein öffentliches Bekenntnis zum evangelikalen Christentum und seine Auftritte in diversen Reality-TV-Shows bekannt.

Michael Biehn
Besetzung · Bekannt für The Terminator, Abyss - Abgrund des Todes, Aliens
Michael Connell Biehn (* 31. Juli 1956 in Anniston, Alabama) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Filmproduzent. Er verdiente sich seinen Lebensunterhalt zunächst als Model und Darsteller in Werbefilmen. Daneben arbeitete Biehn auch fürs Fernsehen, wo ihm zum Beispiel eine Rolle in der Serie Operation: Runaway übertragen wurde. 1978 hatte er in dem Tanzfilm Grease einen ersten, jedoch unerwähnten, kleinen Auftritt. Seinen Aufstieg in der Filmbranche hatte er in den 1980er Jahren. Biehn spielte mehrfach in Filmen von James Cameron: In Terminator (1984) verkörperte er den Soldaten Kyle Reese, der Sarah Connor (Linda Hamilton) vor dem kaltblütigen Killer-Androiden T-800 (Arnold Schwarzenegger) beschützt. Zwei Jahre später hatte er in Aliens – Die Rückkehr eine tragende Rolle als Marineinfanterist Corporal Dwayne Hicks, dessen Trupp in Begleitung von Ellen Ripley (Sigourney Weaver) die Aliens bekämpft. Ein weiterer Film unter Camerons Regie war dann Abyss – Abgrund des Todes, welcher 1989 erschien. Auch in Camerons anschließendem Kinofilm Terminator 2 – Tag der Abrechnung wirkte Biehn wieder mit. In einer Traumsequenz der Figur Sarah Connor taucht er als Kyle Reese, den er bereits im ersten Teil verkörperte, auf. Diese Szene wurde aber nicht in der Kinofassung, die 1991 erschien, sondern erst später für den Director’s Cut verwendet. In dem 1995 erschienenen Spielfilm Die üblichen Verdächtigen war Biehn ursprünglich die für die Rolle Michael McManus, welche Stephen Baldwin im Film verkörperte, vorgesehen. Allerdings musste er das Rollenangebot absagen, da er sich zu dem Zeitpunkt bereits für die Produktion des Spielfilms Jade von William Friedkin verpflichtet hatte. 1996 spielte Biehn dann an der Seite von Sean Connery und Nicolas Cage in The Rock – Fels der Entscheidung mit. 2007 war Biehn als Sheriff Hague in dem Kinofilm Planet Terror von Robert Rodriguez zu sehen. Dieser wurde als eigenständiger Spielfilm und im Verbund mit Quentin Tarantinos Death Proof als Double Feature Grindhouse veröffentlicht. 2010 gab Biehn mit dem Film The Blood Bond sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor. Im Februar 2012 stellte er beim Calgary Underground Film Festival seine beiden Thriller The Divide – Die Hölle sind die anderen und The Victim vor. Letzteren hat Biehn selbst inszeniert, zudem verfasste er das Drehbuch. Außer in Filmen hatte Biehn Rollen in verschiedenen Fernsehserien, wie beispielsweise zwischen 1998 und 2000 in Die glorreichen Sieben (Hauptrolle), die auf dem gleichnamigen Spielfilm mit Yul Brynner basierte. Von 2002 bis 2003 war er als Judson Cross in 22 Folgen der Serie Adventure Inc. – Jäger der vergessenen Schätze zu sehen. Zusammen mit seiner Frau, der Schauspielerin Jennifer Blanc, führt er die Produktionsfirma Blanc/Biehn Productions.

David Hemmings
Besetzung · Regie · Bekannt für Gangs of New York, Gladiator, Das A-Team
David Hemmings (* 18. November 1941 in Guildford, Surrey; † 3. Dezember 2003 in Bukarest, Rumänien) war ein britischer Schauspieler und Regisseur. Hemmings stand bereits im Alter von neun Jahren als Knabensopran auf der Bühne der English Opera Group. Zu einer Sängerkarriere kam es jedoch nicht; stattdessen wandte er sich der Schauspielerei zu. Bereits mit Mitte zwanzig gelang ihm der internationale Durchbruch in der Rolle des Szenefotografen Thomas in dem vielschichtigen Filmkunstwerk Blow Up von Michelangelo Antonioni. Weitere Filme folgten, zuletzt Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen, Martin Scorseses Gangs of New York und Ridley Scotts Gladiator. Eine Hauptrolle spielte Hemmings in der Figur des Königs in dem englischen Spielfilm Alfred der Große – Bezwinger der Wikinger (Alfred the Great). Der Film zeigt eine für sein Produktionsjahr 1968 eher außergewöhnliche Stimmung und Szenerie; er erscheint wie ein Vorgriff auf Spielfilme desselben Genres der letzten Jahre, allerdings ohne die heute üblichen technisch übertriebenen Einflüsse und Umsetzungen. Er hebt sich schon dadurch deutlich ab, dass er eher dokumentarisch als effektvoll versucht, das Leben und Werk des englischen Königs darzustellen. Einer der erfolgreichsten Filme von Hemmings war Charlie Muffin (1979, nach dem Roman von Brian Freemantle) unter der Regie von Jack Gold. Erst in den letzten Jahren gelang ihm ein Comeback als Schauspieler. So stellte er in Ridley Scotts Gladiator-Film den Cassius dar, tauchte in Scorseses Gangs of New York auf, spielte eine Nebenrolle in dem Film Spy Game und zuletzt in Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen an der Seite von Sean Connery. Auch als Regisseur war Hemmings erfolgreich. Eine seiner ersten Regiearbeiten war der Film Schöner Gigolo, armer Gigolo, in dem er auch eine Hauptrolle und Marlene Dietrich ihre letzte Filmrolle spielte. Außerdem war er für das Fernsehen tätig. Unter seiner Regie entstanden in den 1980er Jahren unter anderem einzelne Folgen und teilweise auch ganze Staffeln der Serien Airwolf, Magnum, Stingray, Zurück in die Vergangenheit und Das A-Team. Quelle: Wikipedia

Anna Brüggemann
Anna Brüggemann (* 24. März 1981 in München) ist eine deutsche Schauspielerin und Drehbuchautorin. Anna Brüggemanns Vater war der Germanist Diethelm Brüggemann. Sie wuchs in Südafrika, Stuttgart und Regensburg auf. In dem Fernseh-Thriller Virus X stand sie 1996 erstmals vor der Kamera. Es folgten Hauptrollen in diversen Fernseh- und Kinofilmen, wie zum Beispiel Ein Dorf sucht seinen Mörder (Regie Markus Imboden), Polizeiruf 110: Resturlaub (Regie Hannu Salonen), Kleinruppin forever (Regie Carsten Fiebeler), Oktoberfest (Regie Johannes Brunner) und Berlin am Meer (Regie Wolfgang Eissler). Brüggemanns Bruder ist der Filmemacher Dietrich Brüggemann, der mit ihr gemeinsam die Drehbücher für seine Spielfilme Neun Szenen, Renn, wenn du kannst und 3 Zimmer/Küche/Bad verfasst hat, in denen sie auch die weibliche Hauptrolle spielt. Das ebenfalls gemeinsam geschriebene Drehbuch für den Spielfilm Kreuzweg wurde bei der Berlinale 2014 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Im Kontext der #MeToo-Bewegung initiierte Brüggemann 2018 unter dem Namen Nobody's doll eine Aktion, die sich gegen überkommene Rollenbilder bei Veranstaltungen mit Rotem Teppich richtet. Im Rahmen der Berlinale erschienen sie und weitere Unterstützerinnen demonstrativ ohne die sonst üblichen High Heels und unbequeme freizügige Kleider. 2019 war sie als Drehbuchautorin an Caroline Links Kinofilm Als Hitler das rosa Kaninchen stahl beteiligt. Brüggemann lebt in Berlin. Sie ist Mitglied der Deutschen Filmakademie. Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Kirk Douglas
Der US-amerikanische Schauspieler und Sohn russisch-jüdischer Einwanderer avancierte ab den 1950er Jahren zu einem der erfolgreichsten Vertreter der internationalen Filmgeschichte. Seit den 1940er Jahren stand Kirk Douglas in über 80 Produktionen in tragenden Rollen vor der Kamera. Seine bedeutendsten Erfolge als Charakterdarsteller hatte er als kalter und skrupelloser Journalist in "Reporter des Satans" (1951) und als Vincent van Gogh im gleichnamigen Film aus dem Jahr 1956. Populär wurde Dougals mit Filmen wie "20.000 Meilen unter dem Meer", "Spartakus", "Der letzte Countdown" und "Archie und Harry". 1996 wurde der große Schauspieler für sein Lebenswerk mit dem Ehren-"Oscar" bedacht... Im Jahr 1994 entstand "Greedy - erben will gelernt sein". 1996 wurde Douglas mit dem Ehren-"Oscar" für sein Lebenswerk bedacht. Diese Auszeichnung dokumentiert unter anderem seine künstlerische Haltung und Praxis, vielfach in Rollen zu schlüpfen, die nicht dem üblichen Amerika-Bild entsprechen. 2001 wurde Kirk Douglas bei den Berliner Filmfestspielen mit dem Ehrenbären bedacht. Zu seinen späten Arbeiten zählt die turbulente Komödie "Diamonds", die im Jahr 2002 in die deutschen Kinos kam und in der Kirk Douglas den agilen 80-jährigen "Harry Agensky" mit seinen Coup-Plänen mimt. 2004 wurde nach ihm in Palm Springs, Kalifornien, eine Strasse benannt; der "Kirk Douglas Way". 2008 stand er für "Mord im Empire State Building" vor der Kamera. Douglas lebte indes mit seiner zweiten Ehefrau zurückgezogen in Kalifornien. Bei der Oscarverleihung 2011 übergab er den Preis für die beste Nebendarstellerin an Melissa Leo.

Hangover 2
2011
Die Freunde versammeln sich in Thailand für Stus Hochzeit – und wachen eines Morgens mit dem üblichen Gedächtnisverlust in einem schäbigen Hotel auf.

Beverly Hills, 90210
1990
Beverly Hills ist ein nobler und schicker Vorort von Los Angeles, in dem sich die Reichen und Schönen tummeln. Luxus, schnelle Autos und teure Designerklamotten gehören zum Alltag. Acht junge Teenager schlagen sich in mit den üblichen Problemen des Erwachsenwerdens herum. Dazu gehören Intrigen, Lügen und Familienprobleme. Im Laufe der nächsten zehn Jahre werden sie Beziehungen eingehen, diese wieder fallen lassen, neue schöne Menschen kennenlernen und auch nach Herzenslust intrigieren. Als Anlaufpunkt dient das Lokal „Peach Pit“, das von Nat Bussichio geführt wird.

Dean Cain
Besetzung · Bekannt für Superman - Die Abenteuer von Lois & Clark, Changed Forever, Las Vegas
Dean Cain (geboren als Dean George Tanaka; * 31. Juli 1966) ist ein US-amerikanischer Schauspieler. Seine Mutter, die Schauspielerin Sharon Thomas, heiratete seinen Adoptivvater, den Regisseur Christopher Cain, als Dean drei Jahre alt war. Obwohl er in Malibu aufwuchs und die Santa Monica High School besuchte, strebte er zunächst eine Karriere im Profi-Football an. Während seines Studiums in Princeton schloss er ein Geschichtsstudium ab, war zwei Jahre lang mit Brooke Shields liiert und stellte einen NCAA-Rekord für die meisten Interceptions in einer Saison auf. Nach einem Vertrag mit den Buffalo Bills beendete eine Knieverletzung seine Profikarriere, bevor sie richtig begonnen hatte. Obwohl er bereits in dem Film seines Vaters, „The Stone Boy“ (1984), mitgewirkt hatte, durchlief er den üblichen Weg über Werbespots und Fernsehrollen (unter anderem in „Beverly Hills, 90210“ (1990)), bevor ihm mit der Rolle des Superman/Clark Kent in der Serie „Lois & Clark: Die neuen Abenteuer von Superman“ (1993) der Durchbruch gelang.

Archer
2009
Sterling Archer ist beim International Secret Intelligence Service (ISIS) unter der Führung seiner herrischen Mutter Malory Archer als Agent tätig. Neben üblichen Agenteneinsätzen muss er sich mit der Agentin Lana Kane, seiner Ex-Freundin, ihrem Freund Cyril Figgis, dem ISIS-Buchhalter, und weiteren skurrilen Charakteren rumschlagen. Dabei werden alle Klischees bekannter Agentenformate bedient und durch starke Überzeichnung parodiert. Ebenso werden in kürzester Zeit ein zynisches und sarkastisches Dialogfeuerwerk geboten. Interessant ist, dass die Serie anachronistisch konzeptioniert ist, denn neben Technologien aus den 60ern und dem Feindbild des Kalten Krieges aus den 80er Jahren, gibt es die aktuelle politische Situation der 2010er Jahre wieder.

Hugh Grant
Besetzung · Bekannt für Notting Hill, Dungeons & Dragons: Honor Among Thieves, The Gentlemen
Hugh Grant, am 9. September 1960 in London geboren, ist ein britischer Schauspieler, der vor allem mit romantischen Komödien wie Notting Hill und Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück bekannt geworden ist. Nach Engagements in kleineren Produktionen kann Hugh Grant 1993 mit Was vom Tage übrigblieb einen Achtungserfolg feiern. Seinen internationalen Durchbruch feierte der Brite mit der image-bildenden Hauptrolle im Überraschungserfolg Vier Hochzeiten und ein Todesfall. Nachdem er Mitte der 1990er Jahre für einige Jahre vom Filmgeschäft Abstand gesucht hat, gibt er 1999 mit seinem bis dato erfolgreichsten Film Notting Hill sein großes Comeback. Die Liebeskomödie mit Julia Roberts bekam gute Kritiken und spielte weltweit 370 Millionen US-Dollar ein. Im neuen Jahrtausend distanzierte sich Hugh Grant etwas von seinem Image, indem er sich anderen Charakteren widmet. Für seine Darstellungen in Filmerfolgen wie Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück und About a Boy oder: Der Tag der toten Ente bekommt er außergewöhnlich viel Lob. Grant, der sich stets vom üblichen Starrummel zu distanzieren versucht, widmete sich Ende der 2000er Jahre wieder vor allem Rollen in romantischen Komödien, so zum Beispiel in Mitten ins Herz – Ein Song für Dich. 2012 gehörte Hugh Grant mit zum Ensemble der Romanverfilmung Cloud Atlas - Alles ist verbunden und übernahm hier sechs verschiedene Rollen. Drei Jahre später übernahm er einen kleineren Part in Codename U.N.C.L.E. und wurde als St. Clair Bayfield in dem Biopic Florence Foster Jenkins gecastet. 2017 ist Grant in einer Rolle im Familienfilm Paddington 2 zu sehen.

Sue Casey
Während andere Schauspielerinnen nach Jahrzehnten meist ungenannter Statistenrollen und geringer Bezahlung ihre stagnierende Karriere aus purer Frustration längst aufgegeben hätten, fand die ewige Filmdiva Sue Casey die Ausdauer, sechs Jahrzehnte lang durchzuhalten! In Filmen ab 1946 verkörperte die üppige Brünette höchstens eine schrille Femme fatale in einigen Drive-in-Flops der 1960er-Jahre, doch sie blickte stets mit bemerkenswerter Dankbarkeit auf ihren Werdegang zurück. Sie etablierte sich erfolgreich als unschuldige Werbeschauspielerin und warb in über 200 Aufträgen für alles Mögliche, von Frühstücksflocken bis hin zu Autos. Auch im Fernsehen ergatterte sie leichte Gastrollen in Episoden von „The Lucy-Desi Comedy Hour“ (1957), „The Baileys of Balboa“ (1964), „The Dick Van Dyke Show“ (1961), „The Farmer's Daughter“ (1963), „The Beverly Hillbillies“ (1962) und „Family Affair“ (1966), um nur einige zu nennen. Auf der Kinoleinwand blieb sie unverändert erfolgreich. Es folgten weitere kleinere Rollen in Filmen wie „Bells Are Ringing“ (1960), „The Ladies Man“ (1961), „Frühstück bei Tiffany“ (1961), „Zwei Wochen in einer anderen Stadt“ (1962), „Eine neue Art von Liebe“ (1963) und „Die Unersättlichen“ (1964). Nach fast zwei Jahrzehnten, in denen sie ihren Traum in Hollywood verfolgte, ergatterte Casey endlich eine Hauptrolle! Als rebellische „Vicky Lindsay“ in einem der größten Flops der Filmgeschichte, „Die Strandmädchen und das Monster“ (1965), erlangte sie eine gewisse Bekanntheit, die ihr einen gewissen Kultstatus einbrachte. Der Film hatte ein minimales Budget und wurde bei seiner Veröffentlichung auf ganzer Linie verrissen. Casey musste sich sogar selbst schminken und frisieren und die Kleidung für ihre Rolle aus ihrem eigenen Kleiderschrank aussuchen. Die Schauspieler wurden erst Jahre später bezahlt, als der Film an das Fernsehen verkauft wurde (unter dem Titel „Monster from the Surf“), und das auch nur für einen Bruchteil des üblichen Betrags. Im Laufe der Jahre soll der Film jedoch eine treue Fangemeinde gewonnen haben. Es folgten zwei weitere, leicht zu übersehende Nebenrollen in unbedeutenden, trashigen Filmen. Sie spielte eine Hinterwäldlermutter in dem Fluchtfilmdrama „Swamp Country“ (1966) (mit dem jungen, strahlend weißen Lyle Waggoner, der später Carol Burnett verkörperte) und eine manipulative Mutter und Kunstfälscherin in „Catalina Caper“ (1967) (mit dem ehemaligen Disney-Star Tommy Kirk nach seinem Absturz und (erneut) Lyle Waggoner). Später baute sie sich ein erfolgreiches Immobiliengeschäft auf. Sie fand immer wieder Schauspielrollen (oft ohne Agenten) in Film und Fernsehen. Sie wirkte in einigen aufwendigeren Filmmusicals mit – als Zofe von Vanessa Redgraves Königin Guinevere in „Camelot“ (1967) und als eine von John Mitchums zwei Ehefrauen in „Paint Your Wagon“ (1969). Zu ihren späteren Filmen zählen unter anderem „The Main Event“ (1979), „Evilspeak“ (1981), „Whitesnake: Live… in the Still of the Night“ (2005) und „A Very Brady Sequel“ (1996). In „American Beauty“ (1999), der mit dem Oscar für den besten Film und den besten Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde, spielt Hauptdarstellerin Annette Bening (nominiert als beste Hauptdarstellerin) eine verzweifelte Immobilienmaklerin, die Caseys wohlhabender Figur ein Haus verkaufen will.

René Kollo
René Kollo (eigentlich René Viktor Kollodzieyski; * 20. November 1937 in Berlin) ist ein deutscher Opernsänger (Tenor), der insbesondere durch seine Partien in den Wagner-Opern bekannt wurde. Nach dem Krieg besuchte Kollo das Carl-Hunnius-Internat in Wyk auf Föhr. Nach dem auf Föhr erlangten Schulabschluss besuchte er eine Fotoschule in Hamburg. Schon früh interessierten ihn Musik und das Dirigieren. Allerdings fing er erst Mitte der 1950er Jahre an, selber Musik zu machen. Als Autodidakt spielte Kollo Schlagzeug, Kontrabass und Gitarre. Dabei trat er in damals üblichen Jazzkellern auf. In Berlin nahm er gleichzeitig bei Else Bongers Schauspielunterricht. Um seine Stimme auch für Musicalpartien zu schulen, nahm er stimmpädagogischen Unterricht bei der Opernsängerin Elsa Varena. Kollo wollte Schauspieler werden, kam aber in den 1950er Jahren während seiner Ausbildung zum Gesang und wurde zunächst Schlagersänger. Bekannt wurde er über die Plattenfirma Polydor mit der deutschen Version von Hello Mary Lou (Original: Ricky Nelson). Bei diesem Label errang er 1961 mit Am Ende wird es Liebe sein einen weiteren Achtungserfolg. Beide Schlager sang er 1961 im Film So liebt und küßt man in Tirol, in dem er zudem eine kleine Nebenrolle als Barkeeper übernahm. Mit Monika Grimm besang er 1962 die Single Das A und O/Du Casanova, du. René Kollo belegte bei den Deutschen Schlagerfestspielen 1963 mit dem Lied Meine große Liebe wohnt in einer kleinen Stadt den vierten Platz. 1964 und 1965 beteiligte sich der Sänger mit den Songs Wie vom Wind verweht und Alles Glück auf dieser Welt an den deutschen Vorentscheidungen zum Eurovision Song Contest. Seine Karriere als Opernsänger begann Kollo 1965 am Staatstheater Braunschweig unter der Intendanz von Hellmuth Matiasek. Von 1967 bis 1971 war er Erster Tenor an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg und sang Hauptrollen in Opern von Mozart, Verdi, Puccini und Janáček. 1975 sang er das Lied der ARD-Fernsehlotterie Das ganz große Glück. 1986 inszenierte er Parsifal in Darmstadt. Kollo blieb daneben weiterhin der leichten Muse treu. So nahm er 1986 ein Album mit Liedern von Udo Jürgens auf: Musik war meine erste Liebe. Ab 1996 arbeitete er als Intendant des Metropol-Theater (Berlin-Mitte). 1997 war das Theater allerdings so verschuldet, dass es geschlossen werden musste. Seither stritten sich Kollo, die Mitarbeiter und der Senat darüber, wer die Pleite zu verantworten hatte. Als Opernsänger gastierte René Kollo an allen bedeutenden Opernhäusern der Welt, sang bei den Bayreuther und Salzburger Festspielen sowie regelmäßig an der Deutschen Oper Berlin und der Bayerischen Staatsoper München. Nach jahrelangen Erfolgen als Heldentenor vor allem im Wagner-Fach und zahlreichen Einspielungen zog er sich im Jahr 2000 aus dem Ersten Tenorfach zurück und ist seitdem in den Altersrollen des Charakterfachs zu erleben.

Richard Ng Man-Tat
Besetzung · Bekannt für Shaolin Kickers
Richard Ng Man-Tat (chinesisch: 吳孟達, 2. Januar 1952 – 27. Februar 2021) war ein erfahrener Schauspieler der Hongkonger Filmindustrie mit Dutzenden von Filmtiteln. Ng arbeitete mit dem berühmten Schauspieler und Regisseur Stephen Chow in einer Reihe von „Mo Lei Tau“-Filmen zusammen (Mo Lei Tau bedeutet so viel wie „hirnlos“/„sinnlos oder zufällig“ und ist ein für Hongkong einzigartiges Genre der Slapstick-Komödie). Ng spielte an der Seite von Stephen Chow in der Hongkonger TVB-Fernsehserie „Dun Fei Final Combat“ (1989) und auch in dem beliebten Film „All for the Winner“ (1990), in dem er Chows Onkel verkörperte. Von da an spielten die beiden in vielen weiteren „Mo Lei Tau“-Filmen im selben Stil wie „All for the Winner“ zusammen. Obwohl Ng Man-Tat einen Großteil seiner Popularität den Komödienfilmen mit Chow verdankte, bewies er sich als vielseitiger Schauspieler, der unterschiedlichste Rollen überzeugend verkörpern konnte. Ein perfektes Beispiel dafür ist seine Darstellung von Schwester 13s Vater in „Portland Street Blues“, wo er einen Mann spielte, der nichts als Missbrauch und Zurückweisung empfand. Diese Rolle erwies sich als ideale Ergänzung zu seinem üblichen Komödienstil mit Stephen Chow. In der Lee-Rock-Serie spielte er außerdem Andy Laus Sidekick in einer ernsteren Rolle. In Hongkong war Ng Man-Tat oft als „Onkel Tat“ bekannt, ein Spitzname, der höchstwahrscheinlich auf seine Rollen als Stephen Chows Sidekick (oft als dessen Onkel) in ihren Filmen zurückzuführen war. Manchmal wurde Ng auch unter dem Namen Richard Ng geführt. Obwohl er ein guter Freund von Stephen Chow war, spielte er nicht mehr in dessen Filmen mit, da er nicht als „Stephen Chows Sidekick“ bekannt sein wollte.

George Raft
George Raft (* 26. September 1895 in New York City als George Ranft; † 25. November 1980 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler deutscher Abstammung. Er zählte zu den großen Stars des Gangsterfilmes der 1930er-Jahre und spielte unter anderem in Scarface, Nachts unterwegs und Manche mögen’s heiß. Passend zu seinen Gangsterfiguren auf der Leinwand war er auch mit New Yorker Mobstern wie Bugsy Siegel befreundet. 1928 ging der relativ schmächtige, aber gutaussehende Raft nach Hollywood, um in der Filmmetropole sein Glück zu versuchen. In den ersten Jahren bekam er allerdings nur kleinere Rollen. Seinen Durchbruch schaffte er dann im Jahre 1932 mit einer größeren Rolle im Filmklassiker Scarface. In diesem Film spielte er Guino Rinaldo, den aufstrebenden Gangsterpartner von Paul Muni, der letztlich aber von diesem wegen einer Affäre mit seiner Schwester getötet wird. Nach Scarface festigte Raft in den 1930er-Jahren seinen Ruf als Filmstar mit Kriminal- und Gangsterfilmen wie Der gläserne Schlüssel (1935), Todesangst bei jeder Dämmerung (1939) und Nachts unterwegs (1940) seine Position als Filmstar. Im Jahr 1938 spielte er unter Regie von Fritz Lang die männliche Hauptrolle in Du und ich. Raft galt in den 1930ern neben James Cagney und Edward G. Robinson als populärster Gangsterdarsteller in Hollywood. Von Kollegen wurde Raft als sehr professioneller Arbeiter beschrieben, der seinen Text vor allen anderen Darstellern auswendig konnte. Nach einem Missverständnis bei einer Vertragsauflösung und weil Gerüchte besagten, dass er sich seine Drehbücher beim Lernen vorlesen lasse, wurde ihm nachgesagt, er sei Analphabet. Aus filmhistorischer Sicht verpasste er allerdings zahlreiche größere Rollen: So war er zunächst Favorit auf die Hauptrollen in Die Spur des Falken und Casablanca, eher durch Zufall wurde Rafts langjähriger Co-Star Humphrey Bogart verpflichtet, der durch diese Rollen Weltruhm erreichte. Auch die Hauptrolle in Frau ohne Gewissen lehnte Raft ab. Ab 1945 schwand seine Popularität und er war fortan meist als Hauptdarsteller von B-Filmen zu sehen, die im Stile des Film noir inszeniert wurden. Er übernahm auch Hauptrollen in einigen Filmprojekten in Europa. Ab den 1950er-Jahren betätigte er sich auch intensiv als Schauspieler im US-Fernsehen, zwischenzeitlich hatte er sogar eine eigene Fernsehserie I'm the Law, die jedoch schon nach kurzer Zeit abgesetzt wurde. Einen seiner heute noch bekanntesten Filmauftritte absolvierte er 1959 in Billy Wilders Komödienklassiker Manche mögen’s heiß, wo er als Gangsterboss „Gamaschen-Colombo“ eine Parodie auf seine üblichen Rollen ablegte. Manche mögen’s heiß wurde einer von Rafts letzten größeren Filmauftritten. In den 1960er- und 1970er-Jahren musste sich der Altstar zumeist mit kleineren Rollen im Stile von Cameo-Auftritten begnügen. Rafts letzter Film Sam Marlow, Privatdetektiv erschien in seinem Todesjahr und war eine Hommage an seinen Co-Star Humphrey Bogart. Für sein Schaffen erhielt Raft auf dem Hollywood Walk of Fame einen Stern für seine Leistungen im Film (6150 Hollywood Boulevard) sowie einen weiteren Stern für seine Karriere beim Fernsehen (1500 Vine St.).

Jesse Ventura
Besetzung · Bekannt für Predator, WWF Superstars
Jesse „The Body“ Ventura (bürgerlich James George Janos) ist ein US-amerikanischer Politiker, Schauspieler und ehemaliger professioneller Wrestler. Nach seinem Erfolg bei der WWE war er von 1999 bis 2003 der 38. Gouverneur von Minnesota. Er wurde für die Reformpartei gewählt und ist der einzige Kandidat dieser Partei, der ein hohes Regierungsamt erringen konnte. Ventura war während des Vietnamkriegs Mitglied des US-amerikanischen Kampfschwimmerteams der Marine. Nach seinem Ausscheiden aus dem Militär begann er von 1975 bis 1986 eine Karriere als professioneller Wrestler, zunächst als Bösewicht (Heel) unter dem Ringnamen „Jesse ‚The Body‘ Ventura“. Er war lange Zeit als Wrestler und Kommentator bei der WWE tätig und wurde 2004 in die WWE Hall of Fame aufgenommen. Neben dem Wrestling verfolgte Ventura auch eine Schauspielkarriere und wirkte in Filmen wie „Predator“ und „Running Man“ mit. Ventura begann seine politische Karriere 1991 mit seiner Wahl zum Bürgermeister von Brooklyn Park, Minnesota, ein Amt, das er bis 1995 innehatte. Bei den Gouverneurswahlen 1998 in Minnesota kandidierte er für die Reformpartei und führte einen Wahlkampf mit geringem Budget, der auf Basisveranstaltungen und ungewöhnliche Werbung setzte, mit der er die Bürger dazu aufrief, nicht „für die übliche Politik zu stimmen“. Überraschenderweise besiegte Ventura sowohl den Kandidaten der Demokraten als auch den der Republikaner. Aufgrund parteiinterner Machtkämpfe verließ Ventura die Reformpartei ein Jahr nach seinem Amtsantritt und absolvierte den Rest seiner Amtszeit als Mitglied der Unabhängigkeitspartei von Minnesota. Seitdem er öffentliche Ämter bekleidet, bezeichnet sich Ventura selbst als „Staatsmann“ statt als Politiker. Als Gouverneur setzte Ventura Reformen der Grundsteuer in Minnesota sowie die erste Umsatzsteuerrückerstattung des Bundesstaates durch. Zu seinen weiteren Initiativen gehörten der Bau der Stadtbahnlinie METRO Blue Line im Großraum Minneapolis-Saint Paul und Senkungen der Einkommensteuer. Ventura kandidierte nicht für eine Wiederwahl. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt im Jahr 2003 wurde er Gastwissenschaftler an der John F. Kennedy School of Government der Harvard University. Seitdem moderierte er diverse politische Fernsehsendungen auf RT America und Ora TV und veröffentlichte mehrere Bücher. Ventura ist eine prominente Figur in der Politik unabhängiger Parteien und brachte wiederholt die Idee ins Spiel, als unabhängiger Kandidat für das Amt des US-Präsidenten zu kandidieren. Ende April 2020 sprach sich Ventura für die Grüne Partei bei der Präsidentschaftswahl 2020 aus und bekundete Interesse an einer Kandidatur für deren Nominierung. Am 2. Mai trat er offiziell der Grünen Partei von Minnesota bei. Am 7. Mai bestätigte er jedoch, dass er nicht kandidieren werde. Der Landesverband der Grünen in Alaska nominierte Ventura ohne sein Zutun, woraufhin sich die Bundespartei von ihm distanzierte, da er seinen Kandidaten Howie Hawkins im Stich gelassen hatte.

Reinhold Messner
Besetzung · Bekannt für alpha Österreich
Reinhold Messner, geboren am 17. September 1944 in Brixen in Südtirol, ist ein deutschsprachiger italienischer Bergsteiger, der vielen als einer der besten des 20. Jahrhunderts gilt. Als großer Verfechter des alpinen Stils und Zerstörer des Expeditionsstils ist er vor allem dafür bekannt, dass er im Mai 1978 mit Peter Habeler die Erstbesteigung des Everest ohne Sauerstoffversorgung bewerkstelligte und als erster die vierzehn Gipfel über 8000 Meter bestieg . 1986. Reinhold Andreas Messner wurde am 17. September 1944 in Brixen (Brixen) in der Autonomen Provinz Bozen im Trentino-Südtirol in Italien geboren. Er hat sieben Brüder und eine Schwester. Seine Jugend verbrachte er kreuz und quer durch die Alpen, zusammen mit seinem Vater Josef, einem Lehrer, der ihn mit fünf Jahren auf seinen ersten Gipfel, den Sass Rigais, mitnahm. 1964, im Alter von 20 Jahren, hatte er bereits 500 Besteigungen in den Ostalpen hinter sich. Ab den 1960er Jahren galt er zusammen mit seinen Brüdern Günther und Hubert als einer der besten Kletterer Europas. Inspiriert von Hermann Buhl und Walter Bonatti wurde er einer der ersten und leidenschaftlichsten Verteidiger des alpinen Stils im Himalaya. Er ist der Ansicht, dass die übliche Praxis des Bergsteigens, die er als "Belagerungstaktik" bezeichnet, mit ihren Sherpas, Lagern und Ausrüstung respektlos gegenüber der Natur und den Bergen ist. 1966 durchstieg er die Grandes Jorasses über die Nordwand und 1968 den Eiger über die Nordostwand mit Günther Messner, Toni Hiebeler und Fritz Maschke. Diese Routen gelten neben dem Matterhorn als die schwierigsten der Alpen. 1969 erreichte er über den Pilier du Frêney den Mont Blanc und unternahm seine erste außereuropäische Expedition nach Peru. Am 29. Juni 1970 starb sein Bruder beim Abstieg des Nanga Parbat, zwei Tage nachdem er eine neue Route eröffnet und den Gipfel bei schwierigen Wetterbedingungen erreicht hatte. Der Film Nanga Parbat aus dem Jahr 2010 unter der Regie von Joseph Vilsmaier basiert auf seiner Schilderung der Ereignisse. Im folgenden Jahr kehrte er zurück, um nach der Leiche seines Bruders zu suchen, aber sie wurde erst 2005 gefunden. Zu dieser Zeit, als er sich selbst als Kletterspezialist betrachtete, wurde er professioneller Bergsteiger. Reinhold Messner schaffte viele „Premieren“, darunter die Besteigung des Everest ohne Sauerstoff 1978 (mit Peter Habeler), dann solo 1980, die 14 Gipfel über 8.000 Meter (alle ohne Sauerstoff), die Seven Summits, also die höchsten Punkte der sieben Kontinente (Nordamerika, Südamerika, Afrika, Europa, Asien, Antarktis und Ozeanien). Danach wird er seine Aufstiege aufteilen und zwanzig Jahre lang im Trekking die Durchquerung großer Wüstengebiete mit teilweise extremen klimatischen Bedingungen üben. Erster Bergsteiger, der auf die Wichtigkeit einer gründlichen Vorbereitung (Ausdauersport, Ernährung) bestand, bevor er sich in große Höhen begab. Sein Interesse an der Natur wird ihn auch dazu bringen, unter dem Label der Grünen von 1999 bis 2004 zum Abgeordneten des Europäischen Parlaments gewählt zu werden. Außerdem widmet er den größten Teil seiner Zeit der Einrichtung von Museen, die dem Bergsteigen und dem Hochgebirge gewidmet sind, dem Schreiben mit rund sechzig Werken und Konferenzen.

Curtis Hanson
Regie · Bekannt für L.A. Confidential
Curtis Lee Hanson (* 24. März 1945 in Reno, Nevada; † 20. September 2016 in Hollywood Hills, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent. Hansons erste größere Erfolge waren die Thriller Die Hand an der Wiege (The Hand That Rocks the Cradle) und Am wilden Fluß (The River Wild), mit Meryl Streep in ihrer ersten Actionfilm-Rolle. Sein größter Erfolg war L.A. Confidential (1997), ein Film über Polizeikorruption vor dem Hintergrund des Hollywood der 1950er Jahre nach einem Roman von James Ellroy. Der Film wurde von der Kritik fast einhellig gelobt und zeigte, dass Hanson sich nicht nur auf Spannung, sondern auch auf die Inszenierung komplexer Charaktere an entscheidenden Lebensstationen verstand. Für diesen Film bekam er u. a. den Oscar für das beste Drehbuch und Nominierungen als bester Produzent und Regisseur. Trotz des Erfolges mit L.A. Confidential wollte Hanson sich nicht auf ein Genre oder einen Typ Film festlegen, wie sich an seinen nachfolgenden Filmen auch ablesen ließ. Hansons nächster Film Die WonderBoys (2000), mit Michael Douglas in einer ungewohnt unglamourösen Rolle als verluderter Literaturprofessor, spielte im Universitäts- und Künstlermilieu und war ein Kritikererfolg. Das Video zu Things Have Changed von Bob Dylan, dem mit einem Oscar ausgezeichneten Titelsong des Films, drehte Hanson selber. 8 Mile (2002), Hansons Verfilmung der Lebensgeschichte des Rap-Weltstars Eminem mit dem Sänger in der Hauptrolle, war ein Kassenschlager und bestätigte Hansons Ruf als einer der profiliertesten Regisseure in Hollywood. 2005 unternahm er einen weiteren Genrewechsel mit der romantischen Komödie In den Schuhen meiner Schwester, der Film mit Cameron Diaz war an den Kinokassen erfolgreich und erhielt überwiegend freundliche Kritiken. Das Drama Glück im Spiel über Pokerspieler beendete im Jahr 2007 Hansons Serie an erfolgreichen Filmproduktionen, der Film konnte sein Budget nicht einspielen und ihm fehlte laut dem Guardian „die übliche Genauigkeit und das übliche Selbstvertrauen“ von Hansons früheren Werken. 2011 inszenierte er den Fernsehfilm Too Big to Fail – Die große Krise über die Ursachen für die Weltfinanzkrise ab 2007, der für diverse Fernsehpreise nominiert und in vielen Ländern ausgestrahlt wurde. Hansons nächstes und letztes Projekt war der Surferfilm Mavericks – Lebe deinen Traum; die Dreharbeiten im Jahr 2011 mussten allerdings an den letzten 15 Drehtagen von Michael Apted zu Ende geführt werden, da Hanson gesundheitliche Komplikationen nach einer kürzlichen Herzoperation erlitten hatte. Hanson, der sich selbst „eher Filmliebhaber als Filmmacher“ nannte, wirkte als Vorsitzender der UCLA Film & Television Archives aktiv an der Bewahrung alter Filme mit. 2012 erkrankte er an Demenz, die ihn zur Aufgabe seiner Tätigkeit zwang, vier Jahre später verstarb er im Alter von 71 Jahren. Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sheldon Leonard
Executive Producer · Bekannt für The Andy Griffith Show
Sheldon Leonard Bershad (22. Februar 1907 – 11. Januar 1997) war ein US-amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler, Produzent, Regisseur und Drehbuchautor. Er wurde in Manhattan, New York City, als Sohn der jüdischen Mittelklasseeltern Anna Levit und Frank Bershad geboren. 1929 schloss er sein Studium an der Syracuse University ab. Als Schauspieler spezialisierte sich Leonard auf Nebenrollen, insbesondere auf Gangster oder „Ganoven“, in Filmen wie „Ist das Leben nicht schön?“ (1946; als Barkeeper Nick), „Haben und Nichthaben“ (1944), „Guys and Dolls“ (1955) und „Open Secret“ (1948). Sein Markenzeichen war sein besonders starker New Yorker Akzent, den er meist seitlich aussprach. In „Decoy“ (1946) nutzte Leonard seine „Ganoven“-Persona, um den hartgesottenen Polizeidetektiv Joe Portugal zu verkörpern. Von 1945 bis 1955 spielte Leonard im Radio einen exzentrischen Wettprofi in der „Jack Benny Show“ und später in der gleichnamigen Fernsehserie. Seine Aufgabe war es, Benny in Bahnhöfen, an Straßenecken oder in Kaufhäusern unangekündigt zu grüßen („Hey Kumpel, komm mal her!“), ihn nach seinen Plänen zu fragen und ihn dann mit absurden und irrelevanten Argumenten aus der Welt der Pferderennen von seinem Vorhaben abzubringen. Als „Wettprofi“ gab er nie Informationen über Pferderennen preis, es sei denn, Jack verlangte sie. Eine seiner Ausreden war: „Wer kennt sich schon mit Pferden aus?“ Leonard gehörte zum Sprecherensemble der Radiosendung „Damon Runyon Theatre“ (1948–1949). Er war Teil des Ensembles der Radiosendung „Martin and Lewis“. Außerdem trat er häufig in „The Adventures of the Saint“ auf, oft als Gangster und Ganoven, aber auch gelegentlich in positiveren Rollen. Leonard war in den 1940er Jahren auch regelmäßig in der Radio-Comedyserie „The Adventures of Maisie“ zu hören. In den 1950er Jahren lieh er dem faulen Kater Dodsworth in zwei Warner Bros. Merrie Melodies-Cartoons unter der Regie von Robert McKimson seine Stimme. Im Abenteuerfilm „The Iroquois Trail“ (1950) spielte Leonard gegen sein übliches Rollenbild die bedeutende Rolle des Häuptlings Ogane, eines indianischen Kriegers, der den Trapper Nat „Hawkeye“ Cutler (George Montgomery) verfolgt und in einem finalen Duell mit Messern bis zum Tod bekämpft. Später in den 1950er und 1960er Jahren etablierte er sich als Produzent erfolgreicher Fernsehserien, darunter „The Danny Thomas Show“ (auch bekannt als „Make Room For Daddy“) (1953–64), „The Andy Griffith Show“ (1960–68) und „Gomer Pyle U.S.M.C.“ (1964–69), The Dick Van Dyke Show (1961–66) und I Spy (1965–68). Er führte auch bei mehreren Fernsehserien Regie, darunter bei vier der ersten acht Folgen der Serie Lassie (Staffel 1, 1954). Leonard lieh Linus Löwenherz in einer Reihe von Werbespots für Post Crispy Critters-Müsli (1963–64) seine Stimme, woraus eine Linus-Zeichentrickserie entstand, die samstags (und später sonntags) morgens auf CBS (1964–66) und ABC (1967–69) ausgestrahlt wurde. Kurzzeitig hatte er auch seine eigene Fernsehshow „Big Eddie“ (1975), in der er den Besitzer einer großen Sportarena spielte. Die Show wurde nach nur zehn Folgen abgesetzt.