Suchen

AlleMedienMenschenGemeinschaftenBeiträgeListen
Foto von Madeleine Lebeau

Madeleine Lebeau

Besetzung · Bekannt für Casablanca

Madeleine LeBeau war eine französische Schauspielerin, die in „Casablanca“ Humphrey Bogarts verlassene Geliebte Yvonne spielte. In dem Film bekommt LeBeau Tränen in den Augen, als die „Marseillaise“ erklingt, und ruft „Viva la France!“. Sie gehörte zu den Darstellern, die tatsächlich Flüchtlinge vor der deutschen Besatzung waren. Ihr Leben spiegelte den Film wider: Nach ihrem Filmdebüt in dem französischen Film „Girls in Distress“ im Jahr 1939 flohen LeBeau und ihr Ehemann, der Schauspieler Marcel Dalio, aus Paris nach Portugal. Angeblich erhielten sie Transitvisa, die ihnen die Einreise nach Spanien und anschließend nach Portugal ermöglichten, bevor sie ihre Reise nach Chile fortsetzten. Sie strandeten in Mexiko, als sich ihre Visa als Fälschungen herausstellten, und konnten mit provisorischen kanadischen Pässen in die Vereinigten Staaten einreisen.

Foto von Jean Reno

Jean Reno

Besetzung · Bekannt für Léon - Der Profi, Godzilla, The Florist

Juan Moreno y Jederique Jimenez, besser bekannt als Jean Reno, wird 1948 auf Casablanca geboren. Mit 19 Jahren beschließt der gebürtige Marokkaner sich der französischen Armee anzuschließen, um die französische Staatsbürgerschaft annehmen zu können. Mit Anfang 20 verschlägt es ihn nach Paris, wo er als Schauspieler in den folgenden Jahren kleinere Nebenrollen ergattern kann. 1981 lernt er Regisseur Luc Besson kennen, die beiden freunden sich an und werden zu engen Partnern. So hat Jean Reno folgerichtig seinen Durchbruch in Bessons hochgelobten Im Rausch Der Tiefe (1988). Der vorwiegend in Actionfilmen zu sehende Schauspieler feiert 1993 mit Die Besucher (Einspielergebnis von über 100 Millionen US-Dollar) mit einer Komödie seinen bis dato größten Erfolg. Einem internationalen Publikum wird Jean Reno 1994 mit seiner Hauptrolle in Léon – Der Profi bekannt. Hollywood beginnt sich Mitte der 90er Jahre für das Charaktergesicht zu interessieren: Er ist u.a. in Blockbustern wie Mission: Impossible, Godzilla und The Da Vinci Code – Sakrileg zu sehen. Bei seiner dritten Eheschließung hat er 2006 mit dem späteren Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und dem Sänger Johnny Hallyday prominente Trauzeugen.

Foto von Frank Puglia

Frank Puglia

Francesco Giuseppe „Frank“ Puglia (9. März 1892 – 25. Oktober 1975) war ein italienisch-amerikanischer Filmschauspieler. Er hatte kleine, aber einprägsame Rollen in Filmen wie Casablanca (als marokkanischer Teppichhändler), Now, Voyager und Das Dschungelbuch.

Foto von Hal B. Wallis

Hal B. Wallis

Produzent · Bekannt für Casablanca

Harold Brent Wallis (geboren als Aaron Blum Wolowicz; 19. Oktober 1898 – 5. Oktober 1986) war ein US-amerikanischer Filmproduzent. Er ist vor allem für die Produktion von Casablanca (1942), Die Abenteuer des Robin Hood (1938) und True Grit (1969) sowie zahlreicher weiterer großer Filme für Warner Bros. bekannt, in denen Filmstars wie Humphrey Bogart, Bette Davis und Errol Flynn mitwirkten. Für seine konstant hohe Qualität in der Filmproduktion wurde er zweimal mit dem Irving G. Thalberg Memorial Award der Academy Awards ausgezeichnet. Er war außerdem siebenmal für den Golden Globe nominiert und gewann ihn zweimal in der Kategorie „Bester Film“. 1975 erhielt er den Cecil B. DeMille Award, den Golden Globe für sein Lebenswerk im Filmbereich.

Foto von Peter Lorre

Peter Lorre

Besetzung · Bekannt für Casablanca, Climax!

Peter Lorre (* 26. Juni 1904 als László Loewenstein in Rosenberg, Ungarn, Österreich-Ungarn, heute Slowakei; † 23. März 1964 in Los Angeles) war ein Filmschauspieler, Drehbuchautor und Filmregisseur. Durch seine Darstellung des unheimlichen Kindermörders in Fritz Langs Klassiker M ging er 1931 in die Filmgeschichte ein. Nach seiner Emigration arbeitete er als erfolgreicher Charakterdarsteller von oftmals zwielichtigen Gestalten in Hollywood, unter anderem in Die Spur des Falken, Casablanca und Arsen und Spitzenhäubchen. Quelle: Wikipedia

Foto von Claude Rains

Claude Rains

Besetzung · Bekannt für Casablanca

William Claude Rains (* 10. November 1889 in London, England; † 30. Mai 1967 in Laconia, New Hampshire) war ein britischer Theater- und Filmschauspieler. Nach der Titelrolle in dem Horrorfilm Der Unsichtbare (1933) zählte er in den nächsten Jahrzehnten zu Hollywoods anerkanntesten Nebendarstellern. Häufig in intelligenten und charmanten Schurkenrollen eingesetzt, war er insgesamt viermal für einen Oscar nominiert. Weltberühmt wurde er als Captain Renault in Casablanca (1942), daneben spielte Rains in weiteren Klassikern wie Die Abenteuer des Robin Hood, Mr. Smith geht nach Washington, Berüchtigt und Lawrence von Arabien.

Foto von Humphrey Bogart

Humphrey Bogart

Besetzung · Bekannt für Casablanca

Humphrey DeForest Bogart (* 25. Dezember 1899 in New York; † 14. Januar 1957 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Filmschauspieler. 1999 wählte ihn das American Film Institute zum „größten männlichen amerikanischen Filmstar aller Zeiten“. Mit seinen Darstellungen harter, erfahrener, oftmals zynischer und konsequent einem inneren Moralkodex folgender Charaktere wurde er zu einer schauspielerischen Ikone des 20. Jahrhunderts. Nachdem er seine Schauspielerkarriere beim Theater begonnen hatte, kam Bogart Ende der 1920er-Jahre mit dem Tonfilm nach Hollywood. Während der 1930er-Jahre war er vor allem als Nebendarsteller in Gangsterrollen bekannt, darunter in Der versteinerte Wald und Chicago – Engel mit schmutzigen Gesichtern. Anfang der 1940er-Jahre gelang ihm der große Durchbruch zum Filmstar. Insbesondere den Film noir prägte er mit Filmen wie Die Spur des Falken, Tote schlafen fest und Gangster in Key Largo wie kein anderer Darsteller. Seine wohl berühmteste Rolle ist der Cafebesitzer Rick Blaine in dem 1942 gedrehten Kultfilm Casablanca. Den Oscar als Bester Hauptdarsteller erhielt er für seinen Auftritt im Abenteuerfilm African Queen (1951). Quelle: Wikipedia

Foto von Ingrid Bergman

Ingrid Bergman

Besetzung · Bekannt für Casablanca

Ingrid Bergman war eine schwedische Schauspielerin, deren Karriere sich über fünf Jahrzehnte erstreckte. Bergman gilt oft als eine der einflussreichsten Schauspielerinnen der Filmgeschichte. Sie gewann zahlreiche Auszeichnungen, darunter drei Oscars, zwei Primetime-Emmy-Awards und einen Tony Award; damit war sie die jüngste Darstellerin, die die „Triple Crown of Acting“ errang, und eine von vier Schauspielerinnen, die mindestens drei Oscars für ihre schauspielerischen Leistungen erhielten. Bergman wurde in Stockholm als Tochter eines schwedischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren und begann ihre Schauspielkarriere in schwedischen und deutschen Filmen. Dem US-amerikanischen Publikum wurde sie durch das englischsprachige Remake von „Intermezzo“ (1939) bekannt. Bekannt für ihre natürliche, strahlende Schönheit, spielte sie in „Casablanca“ (1942) die Rolle der Ilsa Lund. Zu Bergmans bemerkenswerten Darbietungen in den 1940er Jahren zählen die Dramen „Wem die Stunde schlägt“ (1943), „Gaslight“ (1944), „Die Glocken von St. Mary’s“ (1945) und „Jeanne d’Arc“ (1948), die ihr allesamt Nominierungen für den Oscar als beste Hauptdarstellerin einbrachten; den Oscar gewann sie für „Gaslight“. Sie drehte drei Filme mit Alfred Hitchcock: „Spellbound“ (1945), „Notorious“ (1946) und „Under Capricorn“ (1949). 1950 spielte sie die Hauptrolle in Roberto Rossellinis „Stromboli“, der in die Kinos kam, nachdem bekannt geworden war, dass sie eine Affäre mit Rossellini hatte; dies und ihre Schwangerschaft vor der Heirat lösten in den USA einen Skandal aus, der sie dazu veranlasste, mehrere Jahre in Europa zu bleiben. Sie kehrte nach Hollywood zurück und gewann zwei weitere Oscars für ihre Rollen in „Anastasia“ (1956) und „Mord im Orient-Express“ (1974). In dieser Zeit spielte sie außerdem in „Indiskret“ (1958), „Die Kaktusblüte“ (1969) und „Herbstsonate“ (1978) mit und erhielt ihre sechste Nominierung als beste Hauptdarstellerin. Bergman gewann den Tony Award als beste Schauspielerin in einem Theaterstück für das Stück „Joan of Lorraine“ (1947) von Maxwell Anderson. Außerdem gewann sie zwei Primetime-Emmy-Awards als herausragende Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für „The Turn of the Screw“ (1960) und „Golda Meir“ (1982). 1974 erfuhr Bergman, dass sie an Brustkrebs erkrankt war, und arbeitete bis kurz vor ihrem Tod an ihrem 67. Geburtstag im Jahr 1982 weiter. Bergman sprach fünf Sprachen – Schwedisch, Englisch, Deutsch, Italienisch und Französisch – und spielte in jeder davon.

Foto von Suzy Amis

Suzy Amis

Besetzung · Bekannt für Die üblichen Verdächtigen, Titanic

Susan Elizabeth „Suzy“ Amis Cameron (* 5. Januar 1962 in Oklahoma City, Oklahoma) ist eine US-amerikanische Filmschauspielerin und ehemaliges Fotomodell. Susan „Suzy“ Amis, eines von insgesamt fünf Kindern eines Geschäftsführers einer Konstruktionsfirma, war in den 1980er Jahren ein in den USA gefragtes Model, das einmal von Eileen Ford als Das Gesicht der 80er bezeichnet wurde. Sie war unter anderem das Gesicht der Ford Motor Company und bei John Casablancas Elite Model Management unter Vertrag. 1993 wurde Amis vom US-Magazin Most Beautiful Women in der Liste der weltweit attraktivsten Frauen gelistet. 1984 debütierte Amis in einer Episode von Miami Vice, und lernte kurz darauf ihren ersten Ehemann, den Schauspieler Sam Robards kennen, den sie 1986 heiratete. Beide wurden Eltern eines Sohnes. Die Ehe wurde acht Jahre später, 1994, geschieden. Bei den Dreharbeiten zu Titanic, ihrem bekanntesten Film, lernte sie Regisseur James Cameron kennen. Dieser verließ ihretwegen Linda Hamilton, beide wurden ein Paar und heirateten am 4. Juni 2000. Mittlerweile hat das Paar drei gemeinsame Kinder.

Foto von Kyle Gallner

Kyle Gallner

Besetzung · Bekannt für Smile - Siehst du es auch?, Smile 2 - Siehst du es auch?, Jennifer's Body - Jungs nach ihrem Geschmack

Kyle Gallner (*22. Oktober 1986 in West Chester, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, der für seine vielseitigen Rollen in Film und Fernsehen bekannt ist. Besonders berühmt ist er für seine Auftritte in Veronica Mars (2005–2006), A Nightmare on Elm Street (2010), American Sniper (2014) und The Finest Hours (2016). Gallner wuchs in Pennsylvania auf und besuchte die West Chester East High School. Seine Schauspielkarriere begann früh, als er seine Schwester zu einem Vorsprechen begleitete und selbst entdeckt wurde. Seine ersten Rollen hatte er in Fernsehserien wie Law & Order (2002), Smallville (2004–2010) und CSI: NY (2006–2010). Größere Bekanntheit erlangte er durch seine Rolle als Cassidy „Beaver“ Casablancas in Veronica Mars. Danach spielte er in Big Love (2006–2007) und The Shield (2008). Seinen Durchbruch hatte Gallner 2009 mit Das Haus der Dämonen und Jennifer’s Body. 2010 übernahm er die Hauptrolle des Quentin Smith in A Nightmare on Elm Street, dem Remake des Horror-Klassikers. Danach spielte er in Red State (2011), Beautiful Creatures (2013) und American Sniper (2014). 2016 war er in The Finest Hours als Andy Fitzgerald zu sehen. In den folgenden Jahren spielte er in Dinner in America (2020), Scream (2022) und Smile – Siehst du es auch? (2022). Privat ist Gallner seit 2015 mit Tara Kathryn verheiratet und hat zwei Söhne.

Foto von Ryan Hansen

Ryan Hansen

Besetzung · Bekannt für Veronica Mars, 2 Broke Girls, Freitag der 13.

Ryan Hansen (* 5. Juli 1981 in San Diego, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Schauspieler. Im Jahr 2004 sprach er für die Rolle des Duncan Kane in der Fernsehserie Veronica Mars vor, für die jedoch Teddy Dunn den Zuschlag erhielt. Daraufhin riet ihm der Erfinder der Serie, der Fernsehproduzent Rob Thomas, für die Rolle des Dick Casablancas vorzusprechen, die er dann auch erhielt. 2017 übernahm er die Hauptrolle in der YouTube-Originals-Serie Ryan Hansen Solves Crimes On Television, in der er vorgibt, sich selbst zu spielen.

Foto von John Qualen

John Qualen

Besetzung · Bekannt für Casablanca

John Qualen (geboren als Johan Mandt Kvalen, 8. Dezember 1899 – 12. September 1987) war ein kanadisch-amerikanischer Charakterdarsteller norwegischer Abstammung, der sich auf skandinavische Rollen spezialisiert hatte. Qualen wurde in Vancouver, British Columbia, als Sohn norwegischer Einwanderer geboren. Sein Vater war lutherischer Pfarrer und änderte den ursprünglichen Familiennamen „Kvalen“ in „Qualen“ – obwohl einige Quellen Oleson, später Oleson Kvalen, als frühere Familiennamen angeben. Aufgrund der Tätigkeit seines Vaters als Pfarrer zog die Familie häufig um, und John war 20 Jahre alt, als er 1920 die Elgin High School abschloss. Obwohl er nach dem Gewinn eines Redewettbewerbs ein Stipendium für die Northwestern University erhielt, studierte er nie. In einem Interview mit dem Milwaukee Journal sagte er, er müsse anfangen zu arbeiten, und tat dies beim Chattaqua Circuit. Schließlich schaffte er es an den Broadway und feierte seinen Durchbruch als schwedischer Hausmeister in Elmer Rices „Street Scene“. Seine Filmkarriere begann, als er die Rolle in der Verfilmung erneut verkörperte. Darauf folgte sein Auftritt in John Fords „Arrowsmith“ (1931), der den Beginn einer über dreißigjährigen Zugehörigkeit zu Fords Stammensemble markierte. Er spielte wichtige Nebenrollen in „Der Schwarze Falke“ (1956), „Zwei ritten zusammen“ (1961), „Der Mann, der Liberty Valance erschoss“ (1962) und „Cheyenne Autumn“ (1964). Qualen wirkte in weit über hundert Filmen mit und war bis in die 1970er-Jahre hinein häufig im Fernsehen zu sehen. Viele seiner Rollen verkörperte er mit verschiedenen Akzenten, meist skandinavischen, oft um komische Effekte zu erzielen. Drei seiner einprägsamsten Rollen verdeutlichen seine Vielseitigkeit: In Fords „Früchte des Zorns“ (1940) sprach Qualen mit einem Dialekt des Mittleren Westens die Rolle des Muley, der von der Zerstörung seiner Farm durch die Bank erzählt, und in Howard Hawks’ Komödienklassiker „Sein Mädchen für besondere Fälle“ (ebenfalls 1940) den verwirrten Mörder Earl Williams. Als Berger, der norwegische Widerstandskämpfer und Juwelenhändler in Michael Curtiz’ Casablanca (1942), sprach er mit leichtem skandinavischem Akzent, legte sich aber für den heimkehrenden Fischer Locota in William Wellmans The High and the Mighty (1954) einen stärkeren mediterranen Akzent zu. Qualen war Schatzmeister des Authors Club und Chronist der Masquers, Hollywoods Vereinigung für Schauspieler. John Qualen erblindete in seinen späteren Jahren. Er starb 1987 in Torrance, Kalifornien, an Herzversagen und wurde im Forest Lawn Memorial Park in Glendale beigesetzt. Er hinterließ drei Töchter.

Foto von George Raft

George Raft

George Raft (* 26. September 1895 in New York City als George Ranft; † 25. November 1980 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler deutscher Abstammung. Er zählte zu den großen Stars des Gangsterfilmes der 1930er-Jahre und spielte unter anderem in Scarface, Nachts unterwegs und Manche mögen’s heiß. Passend zu seinen Gangsterfiguren auf der Leinwand war er auch mit New Yorker Mobstern wie Bugsy Siegel befreundet. 1928 ging der relativ schmächtige, aber gutaussehende Raft nach Hollywood, um in der Filmmetropole sein Glück zu versuchen. In den ersten Jahren bekam er allerdings nur kleinere Rollen. Seinen Durchbruch schaffte er dann im Jahre 1932 mit einer größeren Rolle im Filmklassiker Scarface. In diesem Film spielte er Guino Rinaldo, den aufstrebenden Gangsterpartner von Paul Muni, der letztlich aber von diesem wegen einer Affäre mit seiner Schwester getötet wird. Nach Scarface festigte Raft in den 1930er-Jahren seinen Ruf als Filmstar mit Kriminal- und Gangsterfilmen wie Der gläserne Schlüssel (1935), Todesangst bei jeder Dämmerung (1939) und Nachts unterwegs (1940) seine Position als Filmstar. Im Jahr 1938 spielte er unter Regie von Fritz Lang die männliche Hauptrolle in Du und ich. Raft galt in den 1930ern neben James Cagney und Edward G. Robinson als populärster Gangsterdarsteller in Hollywood. Von Kollegen wurde Raft als sehr professioneller Arbeiter beschrieben, der seinen Text vor allen anderen Darstellern auswendig konnte. Nach einem Missverständnis bei einer Vertragsauflösung und weil Gerüchte besagten, dass er sich seine Drehbücher beim Lernen vorlesen lasse, wurde ihm nachgesagt, er sei Analphabet. Aus filmhistorischer Sicht verpasste er allerdings zahlreiche größere Rollen: So war er zunächst Favorit auf die Hauptrollen in Die Spur des Falken und Casablanca, eher durch Zufall wurde Rafts langjähriger Co-Star Humphrey Bogart verpflichtet, der durch diese Rollen Weltruhm erreichte. Auch die Hauptrolle in Frau ohne Gewissen lehnte Raft ab. Ab 1945 schwand seine Popularität und er war fortan meist als Hauptdarsteller von B-Filmen zu sehen, die im Stile des Film noir inszeniert wurden. Er übernahm auch Hauptrollen in einigen Filmprojekten in Europa. Ab den 1950er-Jahren betätigte er sich auch intensiv als Schauspieler im US-Fernsehen, zwischenzeitlich hatte er sogar eine eigene Fernsehserie I'm the Law, die jedoch schon nach kurzer Zeit abgesetzt wurde. Einen seiner heute noch bekanntesten Filmauftritte absolvierte er 1959 in Billy Wilders Komödienklassiker Manche mögen’s heiß, wo er als Gangsterboss „Gamaschen-Colombo“ eine Parodie auf seine üblichen Rollen ablegte. Manche mögen’s heiß wurde einer von Rafts letzten größeren Filmauftritten. In den 1960er- und 1970er-Jahren musste sich der Altstar zumeist mit kleineren Rollen im Stile von Cameo-Auftritten begnügen. Rafts letzter Film Sam Marlow, Privatdetektiv erschien in seinem Todesjahr und war eine Hommage an seinen Co-Star Humphrey Bogart. Für sein Schaffen erhielt Raft auf dem Hollywood Walk of Fame einen Stern für seine Leistungen im Film (6150 Hollywood Boulevard) sowie einen weiteren Stern für seine Karriere beim Fernsehen (1500 Vine St.).